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Die Folgen von Arbeitszeitbetrug

Juni 7, 2012

Arbeitszeitbetrug
Viele Firmen verwenden ein System zur Personalzeiterfassung. Das kann eine einfache Stempeluhr oder eine web-basierte Anwendung sein. Der Arbeitnehmer muss beachten, dass eine Fälschung der Arbeitszeiten im schlimmsten Falle zu einer fristlosen Kündigung führen kann.

Fristlose Kündigung bei Fälschung gerechtfertigt
Hierzu gibt es bereits diverse Gerichtsurteile, welche die Rechtsgrundlagen darlegen. Schon wenn der Verdacht einer systematischen Fälschung der Stundenzettel vorliegt, kann dem Arbeitnehmer fristlos gekündigt werden. Zu dem Beschluss kam das Arbeitsgericht Frankfurt 2008. In dem Fall hatte ein Arbeitnehmer zwei Mal eine Stunde mehr aufgeschrieben als er eigentlich gearbeitet hat. Es ist hierbei nicht von belang ob der Betrug mutwillig geschehen ist, denn allein der dringende Verdacht einer Fälschung reicht für eine fristlose Kündigung aus.

Welche Ausnahmen gibt es
Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen, in denen erst eine Abmahnung erfolgen muss damit eine fristlose Kündigung gerechtfertigt werden kann. Wenn es sich bei der Fälschung nur um wenige Minuten handelt und kein systematischer Betrug zu erkennen ist, muss erst eine Abmahnung erfolgen. Dies geht aus einem Beschluss des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein vom September 2011 hervor.

Also Vorsicht ist geboten, vor allem bei Software die web-basiert läuft und bei der nur eine Internet Verbindung nötig ist, denn da ist es besonders einfach Fehler zu machen.

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From → Zeiterfassung

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